Der Ursprung von Shiatsu findet sich in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).
Die Philosophie der TCM ist zurückzuführen auf die Lehren des Taoismus, wonach das gesamte Universum – und somit jeder Mensch, jedes Tier und alle Pflanzen - von Lebensenergie (Chi) durchströmt wird.

Durch innere und äußere Einflüsse können Disbalancen von Chi auftreten.
Dies bedeutet dass die Lebensenergie, die den Körper durchströmt und auf der Haut in speziellen Körperbahnen (Meridianen) fließt, blockiert ist.
Auf der körperlichen Ebene zeigt sich dies zum Beispiel in einer Muskelzerrung oder Kopfschmerzen.

Shiatsu heißt übersetzt „Fingerdruck“ (Shi =Finger, Atsu = Druck).
Es ist eine rein manuelle Körpertherapie mit dem Ziel bei Erkrankungen die blockierte Energie wieder in Bewegung zu bringen, und dadurch das körperliche und seelische Gleichgewicht herzustellen. Dies wird bei der Behandlung durch Dehnungen der Meridiane und sanften Druck auf den darauf befindlichen Tsubos = „besonderer Punkt“ (Akupunkturpunkte) erreicht.

Shiatsu kann unter anderen bei folgenden Beschwerden angewandt werden:
- Rückenprobleme wie z.B. Myogleosen und Hartspann, LWS-Syndrom, Gelenkschmerzen
- Verdauungsbeschwerden
- durch die entspannende Wirkung bei Schlafstörungen, Burnout oder Kopfschmerz.

Während der Therapie wird die Atmung vertieft. Dies wirkt sich einerseits entspannend auf das Nervensystem aus, andererseits wird der Stoffwechsel und die Durchblutung gefördert. Daher dient diese Therapie der Gesundheitsvorsorge.
Bekommt ein Patient regelmäßig Shiatsu, wird seine Körperwahrnehmung gesteigert und die „innere Mitte“ gestärkt. Aufgrund der Zentrierung wird der Zugang zur eigenen Intuition und Lebendigkeit gefördert.